Ein Klassiker – Über den Steinfleckberg zum Lusen

Am SteinfleckbergRundwanderung auf nicht markierten, alten und einsamen Steigen, vom Freilichtmuseum Finsterau über den Steinfleckberg (1341m) zum Lusen (1373m) – 18km.

Vom Museumsdorf Finsterau über Alte Klause, Reschbachklause, Schwarzbachklause, Steinfleckberg, Kirchlinger Stand zum Lusen und über den Finsterauer Lusensteig wieder zurück.
Nicht markierte Wege, die sogenannten „sonstigen Wege und Steige“ im Kerngebiet dürfen lt. Nationalparkverordnung nur in der Zeit vom 15.07. bis 15.11. eines jeden Jahres begangen werden.

SteinfleckAusgangspunkt ist das Freilichtmuseum Finsterau (Parkplatz und Nationalparkbus-Haltestelle).
Vom Parkplatz gehen wir zuerst etwa 500m die Straße bergab bis zur Kurve an der Rechbachbrücke. Ab der Reschbachbrücke wandern wir auf der linken Bachseite, dem beschilderten Steig folgend immer bachaufwärts bis zur verfallenen alte Klause und dann weiter bis hinauf zur Reschbachklause. Die Reschbachklause (1127m) ist ein dunkler, 200m langer Schwellteich der hier im Jahr 1860 für die Holztrifft angelegt wurde.

Jetzt auf der linken, westlichen Klausenseite dem alten Lusenweg folgen. Wir sind jetzt im Kerngebiet, die Wege sind ab hier nicht mehr markiert. Der alte Lusenweg führt zunächst immer flach und in Grenznähe durch das „dreckige Filz“, nach etwa 2km geht es links hinab zur Schwarzbachklause.

Im Jahr 1823 wurde hier am Großen Schwarzbach eine hölzerne Klause für die Holztrift erbaut. Zum Bau dieser Klause wurden 700 Baumstämme mit über 1000 Festmeter benötigt. Die Schwarzbachklause wurde 1845 nochmals umgebaut, 1892 wurde sie jedoch bei einem "Wolkenbruch" weggerissen und ist seit dieser Zeit Ruine. Heute steht hier eine alte Diensthütte. (Quelle: Forstwissenschaftl. Centralblatt/Leythäuser v. 1906)

Bei der alten Diensthütte überquert man den Großen Schwarzbach über eine Balkenbrücke und folgt dann einem Steig rechts bergauf. Nach etwa 300m gabelt sich der Steig, geradeaus kommt man direkt zum Kirchlinger Stand und links zweigt der alte Kapellensteig ab, der zum Steinfleckberg führt. Wir gehen links bergauf zum Steinfleckberg. Nach etwa 1,5 km wird der Steig flacher und morastiger, hier oben stand früher eine Kapelle mit einem Forstunterstand.

Die alte Kapelle am Kapellenweg gibt es nicht leider nicht mehr, sie ist abgebrannt. Die Kapelle stand unterhalb des Steinfleckberges auf 1283m Höhe, man kann das rechteckige Steinfundament der früheren Kapelle bei genauem Hinsehen noch erkennen (s.a. Bayern-Atlas, kleines Rechteck in der Bildmitte). Genau an dieser Stelle zweigt heute ein Pfad rechts zum Steinfleckberg ab, früher führte der Kapellenweg hier geradeaus weiter, südlich um den Steinfleckberg herum bis zum Kirchlinger Stand.

Der Steig zweigt hier im rechten Winkel rechts, nach Westen ab und wir folgen einem schmalen Pfad bergauf in Richtung Steinfleckgipfel (1341m). Etwa 300m weiter, nach einer kleinen Anhöhe dreht der Pfad leicht links und dann kurz bergab zum Steinfleck (Blockmeer) mit der Steinfleckhütte, einer alten Forsthütte. An Seite der Eingangstüre der Hütte führt der Steig weiter zum Kirchlinger Stand. Zuerst nach Nordwesten den Hang entlang, dann nach 700m links in einer erkennbaren schmalen Waldschneise (alte Forstlinie) hinab zum Kirchlinger Stand, einer ehem. Bergweide (1289m).

Man hat hier die Möglichkeit die Wanderung zu verkürzen, in dem man dem Steig links bachabwärts bis zum Rückweg am markierten Finsterauer Lusensteig folgt. Wir queren die Wiese zum Waldrand am rechten oberen Eck und folgen dann links dem Steig, leicht bergauf ca. 1km Richtung Lusen bis zur Grenze. Am Grenzsteig gehen wir etwa 700m nach Süden bis zum Markfleckl (historische Grenzsteine) und ab hier wieder auf markieren Steigen steil bergauf zum Lusengipfel (1373m) und Lusenschutzhaus.

Rückweg über den Lusengipfel zurück bis zum Markfleckl und dann auf dem beschilderten Finsterauer Lusensteig zum Freilichtmuseum Finsterau.


Steinfleck

Variante – Über Steinfleckberg zum Lusen (wie oben beschrieben) und Rückweg über Tummelplatz und Oberes Reschbachtal – 22km

Aternativ kann man vom Lusen auch über den Tummelplatz (Großalmeyerschloß) und das Obere Reschbachtal zum Ausgangspunkt am Freilichtmuseum Finsterau zurückwandern, hier verlängert sich die Gesamtwanderstrecke der oben beschriebenen Tour um 4km auf 22km.
Vom Lusenschutzhaus wandert man auf dem Winterweg Ri. Lusenparkplatz, nach ca. 500m zweigt man an einer Beschilderung links ab und folgt dem markierten Wanderweg Richtung Tummelplatz und von da weiter zum Oberen Reschbachtal und zum Museumsdorf.
Am Tummelplatz bietet sich noch die Möglichkeit auf einem beschilderten Steig zum Gipfelkreuz des Großalmeyerschlosses (1196m) am Hohlstein oder auf einem unbeschilderten Pfad zum Hochgfeichtetstein (1260m) am Sulzriegel hochzusteigen. (Tummelplatzwanderung)


Lusen

Variante mit Lusenüberschreitung – Mit dem Nationalparkbus vom Wanderparkplatz Sagwassersäge zur HSt. Schwellgraben fahren und über Steinfleckberg und Lusen wieder zurückwandern – 16km

Parken am Wanderparkplatz Sagwassersäge/Waidhütte. Mit dem Nationalparkbus (Finsteraubus 6115, erster Bus um 08:27 Uhr ab Haltestelle a. d. Nationalparkstraße) zur Haltestelle Schwellgraben od. Grenze/Buchwald fahren, dann weiter auf dem beschilderten Wanderweg zur Reschbachklause (evtl. über Siebensteinkopf) und von da wie oben beschrieben über Lusenweg, Schwarzbachklause, Steinfleckberg und Kirchlinger Stand zum Lusen/Lusenschutzhaus wandern.
Vom Lusenschutzhaus weiter auf dem Winterweg Ri. Lusenparkplatz, nach ca. 500m an einer Beschilderung links abzweigen und dann dem beschilderten Steig über die Sagwasserklause, immer dem Bachlauf entlang bis zum Parkplatz Sagwassersäge folgen.

Einkehrmöglichkeit bei allen Varianten am Lusenschutzhaus, ein sehr schönes Brotzeitplatzl ist auch am Steinfleckberg bei der Steinfleckhütte.

Schwierigkeit (Gelände, Orientierung)

Tourenkarte über Finsterauer Lusensteig zurück – 18km
Tourenkarte über Tummelplatz zurück –  22km
Tourenkarte über Sagwasser, Variante Bus – 16km
GPS-Tracks (gpx)
Fahrpläne Nationalparkbus