Zur Grenze – Vom Wilderermarterl zum Pilotenmarterl *

Plattenhausenschachten mit NP-WetterstationDirekter und kurzer Verbindungssteig zur Grenze zwischen Lusen und Rachel – Von der Fredenbrücke (Wilderermarterl) zum Pilotenmarterl am Bärenlochriegel (4km, 465Hm).

Der Steig ist unmarkiert aber gut begehbar, da größtenteils freigeschnitten, er endet am Pilotenmarterl an der MIG-Absturzstelle v. 1963, beim Grenzstein 26/10. Man befindet sich hier oben etwa in der Mitte des Grenzsteiges zwischen Lusen und Rachel und hat hier mehrere Möglichkeiten (s.a. Plattenhausenrunde):

Auf dem Grenzsteig entlang, über Plattenhausenriegel und Spitzberg zum Lusen (ca. 6km), vom Lusen wieder hinab zur Fredenbrücke.
Weiter nach Westen bis zum Grenzstein 25 und hier über den unbeschilderten Rachelsteig zum Großen Rachel (ca. 6km). Rückweg zu Fuß oder mit NP-Bus.
Wanderung bis zum Zirkelfilz, hier am Grenzstein 26 zur Racheldiensthütte abzweigen und von da über den beschilderten Wanderweg zurück zur Fredenbrücke (ca. 6km).

Wilderermarterl: Josef Jemetz, dem das Wilderermarterl an der Fredenbrücke gewidmet ist, wurde mit 28 Jahren am 30 September 1933 beim Wildern angeschossen und verstarb am 1. Oktober an seinen Verletzungen. Josef und Hans waren Söhne von Xaver Jemetz, dem bekanntem Bayerwaldwilderer, auch der "König vom Lusen" genannt. In folgenden Dokumenten findet man Berichte und Erzählungen über Jemetz und weitere Bayerwaldwilderer: Login
Pilotenmarterl: Am 20. Juni 1963 stürzten auf deutschem Gebiet zwischen Plattenhausenriegel und Bärenlochriegel, nähe Grenzstein 26/10, zwei tschechoslowakische MIG-Düsenjäger ab, die beiden Piloten berührten bereits auf dem Gebiet der CSSR die Baumwipfel. Sie zerschellten bei einem Übungsflug am wolkenverhangenen Bergrücken des Plattenhausenriegels und schlugen eine 300m lange und 25m breite Schneise in den damaligen Bergwald. Die Schneise ist noch zu erkennen, es ist heute ein intakter Fichtenbestand im sonst abgestorbenen Bergwald (Foto). Im Herbst 2014 wurde am Grenzstein 26/10 ein Marterl zum Gedenken an die beiden abgestürzten Piloten aufgestellt. 
Infos hierzu: Ausstellung im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald und Regiowiki.
Sechs alte Zeitungsberichte zum damaligen Flugzeugabsturz: Login

Wilderer-Marterl (Jemetz-Marterl) an der Fredenbrücke Mächtiger, alter Ahornbaum oberhalb der Waldlichtung/NP-Wetterstation Pilotenmarterl
Nicht markierte Wege, die sogenannten „sonstigen Wege und Steige“ im Kerngebiet dürfen lt. Nationalparkverordnung nur in der Zeit vom 15.07. bis 15.11. eines jeden Jahres begangen werden.

Detaillierte Wegbeschreibungen, detaillierte Steigkarten und GPS-Tracks: Von der Fredenbrücke (Parkplatz und Nationalparkbus-Haltestelle) an der Straße nach Waldhäuser folgt man dem beschilderten Wanderweg zur Racheldiensthütte. Kurz nach der Fredenbrücke kommt man am Wilderermarterl (Jemetzmarterl) vorbei, nach …

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