Persailhorn im Steinernen Meer – Klettersteig-Rundtour

Persailhorn (2347m)Persailhorn (2347m) – Aufstieg von Saalfelden zur Peter-Wiechenthaler-Hütte, Klettersteig-Überschreitung des Persailhorns und Abstieg über Steinalm und Einsiedelei (ges. 1700Hm, 13Km).

Das Persailhorn ist ein 2347 hoher Berggipfel im Steinernen Meer in den Berchtesgadener Alpen. Der Felsgipfel liegt im Südwesten des Massivs, hoch über dem Talbecken von Saalfelden in Österreich. Von der Wiechenthaler Hütte ist das Persailhorn über zwei gut abgesicherte Klettersteige (jeweils Schwierigkeitsgrad B-C) zu erreichen. Am Gipfel steht eine vom Bildhauer Thuswalder aus Kaprun geschnitzte Madonna, sie wurde 2010 errichtet.

1. Tag (20.05.2018): Anreise nach Saalfelden – Ausgangspunkt dieser Tour ist hier der kostenfreie Wanderparkplatz Bachwinkel (840m). Wir stiegen anschließend noch etwa 2 Stunden auf dem Normalweg (Nr. 412) zur Peter-Wiechenthaler-Hütte (1752m) auf und übernachteten auf der kleinen, wunderschön gelegenen Berghütte (25 Zimmerbetten, 30 Matratzenlager).


2. Tag (21.05.2018): Nach dem Frühstück starteten wir die Persailhorn-Klettersteig-Überschreitung. Wir ließen unsere Rucksäcke an der Hütte, nahmen nur die Klettersteigausrüstung mit und stiegen etwa eine halbe Stunde über einen latschenbewachsenen Kammrücken bis zu einer Verzweigung hoch. Links geht es hier zum Wildental-Klettersteig, rechts zum Südwand-Klettersteig.

Wir hielten uns an Empfehlungen und nutzten den etwas anspruchsvolleren Wildental-Klettersteig (B/C) zum Aufstieg. Man quert zunächst noch einen offenen Berghang und erreicht schließlich den Beginn der Seilsicherungen. Es geht einen Schrofenrücken bis zu einem Sattel hinauf. Hier befindet sich nochmals ein Wegweiser – Geradeaus führt der Saalfeldener Höhenweg (alter Weg) nach oben, wir folgen hier links, zunächst noch etwas bergab dem Wildental-Klettersteig. Dieser führt in kühner Wegführung quer durch den senkrechten Abbruch eines Sporns (Wastl-Promenade). Vor einem gewaltigen Felsturm senkrecht über Platten empor, dann durch glatte Verschneidung. Anschließend den Seilen folgend durch Rinnen zum Gipfelgrat des Persailhorns (2347m). Der etwa 200m lange Grat zur markanten Gipfel-Madonna ist tlw. seilgesichert.

Der Abstieg erfolgt über den Südwand-Klettersteig (B/C), hier auf dem Gipfelgrat wieder zurück, kurz unterhalb der Abzweigung zum Wildental-KS geht es gleich steil hinab in den Südwand-KS. Über mehrere senkrechte Leitern, Felsbänder und kaminartige Gräben erreicht man hier, immer gut gesichert, den Fuß der Felswand. Am Ende des Klettersteiges quert man noch ein Schotterfeld bevor man wieder die Aufstiegsabzweigung oberhalb der Peter-Wiechentaler-Hütte erreicht.

Anmerkung: Wir brauchten für die Klettersteigrunde etwa 4,5 Stunden. Der NW gelegene Wildental-KS war bei unserer Begehung Ende Mai, im Gegensatz zum Südwand-KS noch nicht 100% schneefrei. Drei kleinere aber steile Altschneefelder, an denen das Sicherungsseil noch unter Schnee lag waren zu überwinden. Es war überraschend wenig los, wir begegneten beim KS-Aufstieg niemanden und beim Abstieg nur einer Vierergruppe.


Nach einer Rast auf der Hütte stiegen wir über den anspruchsvollen Bergsteig 412c ins Tal ab. Dieser Steig führt zunächst durch ausgedehnte Latschenfelder. Im weiteren Verlauf wird der Pfad immer steiler und anspruchsvoller, quert wilde Gräben, aufgerissene Latschenflanken und führt steil über seilgesicherte Leitern, Tritte und Brücken hinab bis man schließlich die bewirtschaftete Steinalm erreicht.

Weiter geht es auf dem Normalweg Ri. Saalfelden, nach etwa 1,4km zweigt rechts ein beschilderter alpiner Steig (Warntafel) zur sehenswerten Einsiedlei ab. An der Einsiedelei folgt man einem kleinen Bergpfad immer bewaldeten Hängen entlang, bis man wieder den Wanderparkplatz Bachwinkel erreicht (Abstieg ca. 2,5 Std).

Tourenkarte
GPS-Track
ÖAV-Flyer Persailhorn-Klettersteige


Abstieg über Steinalm und Einsiedelei