Im Schwarzbachtal – Nasensteig und Zametzersteig *

Nasensteig und Zametzersteig, alte Steige im Tal des Großen Schwarzbaches – Nationalpark Bayerischer Wald.

Der Zametzersteig, ein gut befestigter alter Förstersteig, führt zunächst von Finsterau (Wistlberg) ins Reschbachtal zur Alten Klause und von da den Hängen des Farrenberges entlang ins Tal des Großen Schwarzbaches. Vom Schwarzbachtal führt der Nasensteig durch die steile Ostflanke des Steinfleckberges hinauf zum Nasenfelsen und hier weiter nach Westen zum Finsterauer Lusensteig am Kleinen Schwarzbach.
Nicht markierte Wege, die sogenannten „sonstigen Wege und Steige“ im Kerngebiet dürfen lt. Nationalparkverordnung nur in der Zeit vom 15.07. bis 15.11. eines jeden Jahres begangen werden.

Der Schwarzbachtal-Gletscher: In der Eiszeit erzeugte das Akkumulationsgebiet (Gletschernährgebiet) zwischen Steinfleckberg, Moorberg und Farrenberg einen fast 5km langen Gletscher im Schwarzbachtal, der auch noch weit ins Reschbachtal hineinreichte. Dieser Gletscher hatte eine Eisdicke von bis zu 60m und war der längste im hohen Böhmerwald. Im Bärenriegel-Kar, am Fuße der Bärenriegelwand ist heute noch ein vermoorter Karsee zu erkennen.

An der Alten Klause zweigt der Zametzersteig unbeschildert nach Westen ab. Unterhalb des Farrenberges quert der Steig ein eiszeitliches Moränenfeld. Der Zametzersteig hat keine größeren Höhenunterschiede, er ist relativ bequem zu durchwandern und endet an der Straße zur Schwarzbachklause.

Der Nasensteig wurde vor über 150 Jahren als Zugweg für den Holztransport zur Schwarzbachklause angelegt. Auf zwei Felsblöcken neben dem Steig findet man die eingemeißelten Jahreszahlen und Initialen "1853 EJ" und "1854", diese stammen vom damaligen Rottmeister Eder Johann, er hat damals mit seinen Holzarbeitern (Holzhauerrotte) den Weg mit Schwarzpulver aus dem Fels gesprengt.

Schwarzbachtal, Richtung Finsterau Alte Felsschrift - 1853 EJ Nasensteig
Der Einstieg zum etwas anspruchsvolleren Nasensteig befindet sich …

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