Hochtour zum Piz Buin (3312m)

Piz Buin (3312m)Hochtour zum Piz Buin (3312m), dem höchsten Berg Vorarlbergs – Zweitagestour mit Übernachtung auf der Wiesbadener Hütte (2443m).

1.Tag (12.07.2017): Ausgangspunkt war die Bielerhöhe am Silvretta-Stausee, zu erreichen über die mautpflichtige Silvretta Hochalpenstraße. Wir wanderten zunächst den Stausee entlang und zweigten danach in den Güterweg zur Wiesbadener Hütte ab. Nach 2 Stunden und etwa 400Hm erreichten wir auf dem immer steiler werdenden Weg die Wiesbadener Hütte. Man hat bei dieser Wanderung immer einen beeindruckenden Blick auf den Piz Buin mit dem Ochsentaler Gletscher. Auf der Panorama-Terrasse der Hütte konnten wir noch den absteigenden Seilschaften zusehen.

2.Tag (13.07.2017): Um 06:45Uhr trafen wir uns mit unserem Bergführer Klaus und dem Norweger Peter, einem Mitwanderer, vor der Wiesbadener Hütte und um 07:30Uhr starteten wir unsere Hochtour zum Piz Buin.

Von der Wiesbadener Hütte geht es zunächst etwas bergab, dann südwestlich weiter bis zum Gletscherausläufer an der Ostflanke des Silvrettahorns. Der Normalweg führt auf Grund des Gletscherrückgangs nicht mehr über die Grüne Kuppe, sondern unterhalb vorbei. Man überquert hier zwei Gletscherbäche und kommt am Gletschertor vorbei, danach geht es über Geröll hinauf zu einem Gletscherfuß auf der Westseite des Ochsentaler Gletschers.

Hier legten wir Steigeisen und Gurte an und seilten uns an. Anschließend stiegen wir auf über 30 Grad steilem Blankeis etwa 100 Höhenmeter hoch, bis das Gelände auf dem Gletscher wieder etwas flacher wurde.
Man geht jetzt auf dem Gletscher, immer leicht ansteigend und den Spalten ausweichend, in einem weiten Linksbogen wieder nach Südosten auf die Buinlücke zu, die zwischen Großem und Kleinem Piz Buin liegt.

An der Buinlücke kann man Steigeisen und Pickel zurücklassen. Der Anstieg zum Piz Buin war schneefrei, es geht zunächst in engen, steilen Serpentinen einen brüchigen Schutthang hoch, später klettert man durch eine steile Rinne und dann einen Felskamin hinauf, bis es am Gipfelaufbau wieder gemäßigt in Serpentinen zum Gipfelkreuz geht. Um 10:45Uhr erreichten wir den Gipfel des Großen Piz Buin (3312m).

Der Abstieg erfolgte zunächst wie der Anstieg, etwa in der Mitte des Gletschers verließen wir mit einer weiteren 3er-Gruppe die Aufstiegsroute und gingen auf die Ostseite des Gletschers zu. Hier erreichten wir am östlichen Gletscherrand eine Felswand, die der Gletscher bei seinem Rückgang erst in den letzten Jahren freigegeben hat. Durch diese Felsen kannten unsere Bergführer eine neue Abstiegsroute die noch wenig begangen wurde.

Steigeisen, Pickel wurden verstaut und wir seilten uns am kurzen Seil an. Nun stiegen wir in der Felswand, immer einen Weg suchend ab, bis wir am Gletscherausläufer ein mittelsteiles Eis- und Geröllfeld erreichten. Dieses querten wir östlich in Richtung Grüner Kuppe, danach auf einem Pfad weiter zu einem Gletscherbach. Nach dessen abenteuerlicher Überquerung erreichten wir um 14:30Uhr wieder die Wiesbadener Hütte. Auf der Hütte stärkten wir uns noch kurz und stiegen danach auf dem Güterweg zur Bielerhöhe ab.

Tourenkarte
GPS-Track (gpx)
Links: Bergführer Montafon und Wiesbadener Hütte